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Sören Gerlach: ABC Analyse

Lexikon| Allgemein| A
23.08.2017

ABC Analyse


Die ABC-Analyse ist ein Analyseverfahren die der Priorisierung von Produkten, Problemen, Aufgaben oder Aktivitäten in der Betriebswirtschaft dient.
Mit der ABC-Analyse können Mengen- und Wertanteile unterschiedlicher Positionen wie Produkte, Kosten oder Kunden für eine Planung oder eine Entscheidung eingestuft werden. Die Positionen werden dabei nach Wichtigkeit in die Klassen A, B oder C eingeordnet.
Die Unterscheidung der Klassen ist:
• Klasse A  sehr Wichtig,
• Klasse B  Wichtig,
• Klasse C  weniger Wichtig.
In Rahmen der Priorisierung von Kunden könnte auffallen, dass Beispielsweise 80% des Umsatzes mit 20% der Kunden erzielt wird (Pareto-Prinzip). Daher kann die ABC-Analyse genutzt werden, um sich ein grobes Bild der IST-Situation zu verschaffen und mit diesen Erkenntnissen die weitere Planung ableiten. Die ABC-Analyse findet in der Praxis nicht nur innerhalb der Betriebswirtschaft sondern auch außerhalb Anwendung. 
In der Regel besteht der Aufbau aus zwei Wertepaaren. Die Wertepaare werden zunächst absteigend sortiert und anschließend kumuliert. Im Anschluss werden die kumulierten Werte in die jeweiligen Klassen eingeordnet und mit Hilfe des Parteodiagramm abgebildet.
Beispiele für Wertepaare in deiner ABC-Analyse sind:
• Kunden – Umsatz,
• Artikel – Bestand (Anzahl),
• Ressourcen – Kosten,
• Kosten – Nutzen.
H. F. Dickie ein Manager von General Electric entwickelte die ABC-Analyse. Anfangs wurde diese Methode in der Materialwirtschaft eingesetzt, um Beschaffungs- und Lagermaßnahmen in den Klassen wichtigem, weniger wichtigem und unwichtigem Material bestmöglich zu differenzieren und zu rationalisieren. Als wichtiges Kriterium für die Einteilung wurde das Wert-Mengen-Verhältnis des Materials benutzt. Aufgrund der ABC-Analyse wurde das Material nach A-, B- und C-Material differenziert, dabei ergab sich die Zuordnung:
• A-Material: hoher wertmäßiger Anteil, geringer mengenmäßiger Anteil,
• B-Material: geringer wertmäßiger Anteil, mittlerer mengenmäßiger Anteil,
• C-Material: geringer wertmäßiger Anteil, hoher mengenmäßiger Anteil.

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